Nicht nur gewichtig ...

... - vor allem schnell müssen sie sein, die Sumotori!

Sumo wird in drei unterschiedlichen Gewichtsklassen gekämpft bei den Männern bis 85 kg, bis 115 kg und über 115 kg, bei den Frauen bis 65 kg, bis 80 kg und über 80 kg und jeweils zusätzlich in der offenen Klasse - man muss also kein Koloss sein, um im Sumo erfolgreich zu sein. Schnelligkeit ist ebenso entscheidend wie Gewicht: Ohne regelmäßiges Training läuft auch im Sumo nichts.
Immer mehr Judoka finden Gefallen an der ur-japanischen Sportart: Und sind insbesondere im Frauenbereich sehr erfolgreich! So sind z. B. mit Karin Kutz, Jörg Brümmer, Sandra Köppen und Nicole Hehemann erfolgreiche Judoka dem Sumo-Virus verfallen.

Nicole Hehemann bei den World Games 2005
Nicole Hehemann erzählt:
"Ich habe Anfang 1997 mit dem Sumosport angefangen. Karin Kutz war zu der Zeit schon aktive und erfolgreiche Sumotori und hat mich gefragt, ob ich Lust dazu habe. Spontan hab ich zugesagt und bin dabei geblieben. 1998 habe ich meine erste Europameisterschaft gekämpft und konnte mit Bronze nach Hause fahren. Die größten Erfolge waren der WM Titel mit der Mannschaft 2004 (zusammen mit Sandra Köppen und Anika Schulze) und Bronze bei den Worldgames 2005. Die Worldgames sind die Spiele der Nicht- olympischen Disziplinen. Dort bin ich im Mittelgewicht (bis 80 kg) an den Start gegangen."

Nicole, auch erfolgreiche Kämpferin in der Judo-Bundesliga, freut sich immer wieder über das Zusammentreffen der Weltspitze bei den Amateur-Sumotori: "Wir verstehen uns alle richtig gut und haben einen Haufen Spaß miteinander!"
Bis der Mawashi (der breite Gürtel der Sumokämpfer) gebunden ist, dauert es ein wenig: Sechs mal wird er gefaltet und dann 4 bis 7 mal um die Taille des Sumotori geschlungen. Aber früh übt sich ...

Damit Ihr es vielleicht auch einmal versuchen könnt, findet Ihr hier eine kurze Zusammenfassung der Regeln und der Geschichte als PDF